Prävention glücksspielbezogener Probleme im JugendalterPrävention und Gesundheitsförderung - Tập 12 - Trang 145-153 - 2017
Tobias Hayer
Trotz gesetzlicher Altersbeschränkungen konsumieren Jugendliche in Deutschland diverse Formen des Glücksspiels, zum Teil auf riskantem oder sogar problematischem Niveau. Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über hierzulande konzipierte Präventionsmaßnahmen zu geben, die der Entwicklung glücksspielbezogener Probleme in der Adoleszenz entgegensteuern. Es wurde eine breit angelegte, systematische Literatur- und Internetrecherche zur Sichtung aller verfügbaren Präventionsansätze universeller, selektiver und indizierter Art durchgeführt. Unter allen Präventionsaktivitäten dominieren universell ausgerichtete schulbasierte Programme. Vermehrt wird zur Zielerreichung auch auf moderne Informations- und Kommunikationstechnologien zurückgegriffen. Demgegenüber lassen sich signifikante Präventionsdefizite ausmachen, die sowohl bestimmte Hochrisikogruppen (z. B. Jugendliche mit Migrationshintergrund) als auch spezifische Settings (z. B. Sportvereine) oder ausgewählte Multiplikatoren (z. B. Lehrkräfte) betreffen. Bundesweit liegen nur drei summative Evaluationen vor, so dass bei globaler Betrachtung durchaus von einer mangelhaften Evidenzbasierung der im Einsatz befindlichen Maßnahmen gesprochen werden kann. Zukünftig gilt es, die identifizierten Lücken in Praxis wie Forschung zu schließen, die Glücksspielsuchtprävention im Jugendalter auf ein theoretisch und empirisch verlässlicheres Fundament zu stellen und damit wichtige Belange des Gemeinwohls zu bedienen.
Erhebungsinstrumente zur Erfassung der kommunalen Bewegungsumwelt älterer Menschen – eine systematische BetrachtungPrävention und Gesundheitsförderung - Tập 17 - Trang 200-207 - 2021
Lisa Paulsen, Lea Benz, Claudia Vonstein, Jens Bucksch
Eine Analyse bewegungsförderlicher Verhältnisse in der Wohnumwelt ist für die Planung der kommunalen Bewegungsförderung für ältere Menschen unerlässlich. Der vorliegende Beitrag untersucht, welche Instrumente zur Messung baulicher und natürlicher Umweltdeterminanten, wie der Nutzung von Bewegungsmöglichkeiten (z. B. Grünflächen), zur Verfügung stehen und inwiefern sie auf die Zielgruppe Älterer durch kommunale Praktikerinnen und Praktiker der Prävention und Gesundheitsförderung anwendbar sind. Im Rahmen einer selektiven Übersichtsarbeit wurden mittels systematischer Literaturrecherche in einschlägigen Datenbanken und Webseiten Instrumente zur Erfassung der kommunalen Bewegungsverhältnisse älterer Menschen anhand von vorab definierten Ein- und Ausschusskriterien identifiziert (z. B. Zielgruppe, Erfassung der Umwelt). Diese Tools wurden in einem nächsten Schritt anhand weiterer Kriterien, wie z. B. der Verfügbarkeit im deutschen Sprachraum, der Praktikabilität für die Kommune und der Testgüte, weiter unterteilt. Insgesamt konnten 118 Tools identifiziert werden, welche sich den Kategorien Fragebögen, Audits und Bürgerbeteiligungsverfahren zuordnen lassen. Von diesen wurden 12 Instrumente als „vielversprechend“ eingestuft, die den Kriterien in besonderem Maße entsprachen. Erhebungsinstrumente zur Messung zielgruppenspezifischer Aspekte der Bewegungsumwelt sind weitestgehend unbekannt und liegen nur in der Ausnahme für den deutschsprachigen Raum getestet vor. Zukünftige Studien sollten methodisch reliable und valide Messinstrumente einsetzen und diese für kommunale Praktikerinnen und Praktiker der Prävention und Gesundheitsförderung praktikabel gestalten.
EditorialPrävention und Gesundheitsförderung - Tập 2 - Trang 5-6 - 2007
M. Dören
Die psychische Gesundheit von Geflüchteten in DeutschlandPrävention und Gesundheitsförderung - Tập 16 Số 4 - Trang 354-360 - 2021
Alex Maximilian Keller, Rahim Hajji
Zusammenfassung
Hintergrund
Die Erfahrung von (Bürger‑)Krieg, von politischen, wirtschaftlichen sowie sozialen Krisen im Herkunftsland, das Erleben von Bedrohung, Ausbeutung auf der Flucht und die Wahrnehmung von Abwertung und Ablehnung im Aufnahmeland stellen Belastungserlebnisse dar, die die psychische Gesundheit von Geflüchteten beeinträchtigen können.
Fragestellung
Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, ob das Gefühl „willkommen zu sein“ im Aufnahmeland Deutschland im direkten oder indirekten Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit der Geflüchteten steht und inwieweit die Lebenszufriedenheit als Mediator den Zusammenhang zwischen dem Gefühl „willkommen zu sein“ und der psychischen Gesundheit der Geflüchteten erklären kann.
Methodik
Die Studie basiert auf der IAB-BAMF-SOEP-Befragung. Die Daten von 4321 Geflüchteten aus dem Erhebungsjahr 2018, welche in Deutschland zwischen Januar 2013 und Dezember 2016 einen Asylantrag gestellt haben, sind ausgewertet worden. Zur Beantwortung der Fragestellung ist eine Mediationsanalyse durchgeführt worden.
Ergebnisse
Das Gefühl „willkommen zu sein“ wirkt sich indirekt über die Lebenszufriedenheit als Mediator auf die psychische Gesundheit der Geflüchteten aus.
Schlussfolgerungen
Deutschland kann durch die Entwicklung der Willkommenskultur Einfluss auf das Gefühl „willkommen zu sein“ nehmen und damit die Lebenszufriedenheit der Geflüchteten fördern und in der Folge ihre psychische Gesundheit stärken.
„Chăm sóc sức khỏe ban đầu“ từ Alma Ata đến Almaty Dịch bởi AI Prävention und Gesundheitsförderung - Tập 5 - Trang 18-22 - 2009
K. Bozorgmehr, K. Schubert, O. Razum
Với báo cáo sức khỏe mang tên "Chăm sóc sức khỏe ban đầu: Bây giờ hơn bao giờ hết", Tổ chức Y tế Thế giới đã làm sống lại một chiến lược được hình thành vào năm 1978 tại Alma Ata vào tháng 10 năm 2008. Chỉ hai ngày sau đó, báo cáo sức khỏe thế giới thay thế mang tên "Global Health Watch 2" đã được công bố, xuất phát từ sự hỗ trợ toàn cầu của các tổ chức xã hội dân sự. Mặc dù hai báo cáo này có những góc nhìn khác nhau, nhưng đều chung một mối quan tâm về sự phổ biến toàn cầu của sự bất bình đẳng về sức khỏe có thể phòng ngừa được. Trong bài viết này, trước tiên sẽ thực hiện một trình bày so sánh về các thông điệp chính của cả hai báo cáo. Từ các luận điểm chính, sẽ được rút ra nhu cầu hành động cho Đức trong việc thúc đẩy sức khỏe cả trong nước lẫn toàn cầu. Ở Đức, các nhà chính trị, khoa học và xã hội dân sự cần đóng vai trò mạnh mẽ hơn trong việc hiện thực hóa một chiến lược chăm sóc sức khỏe ban đầu toàn diện. Như vậy, một cơ hội sẽ được mở ra để thực hiện quyền có cơ hội sức khỏe bình đẳng cho tất cả mọi người, cả ở Đức và trên toàn thế giới.
#Chăm sóc sức khỏe ban đầu #bất bình đẳng về sức khỏe #Tổ chức Y tế Thế giới #Alma Ata #Almaty
Betriebliche Gesundheitsförderung in ÖsterreichPrävention und Gesundheitsförderung - Tập 6 - Trang 75-80 - 2010
H. Stummer, E. Nöhammer, G. Brauchle, C. Schusterschitz
Der vorliegende Beitrag behandelt den Ist-Zustand von Gesundheitsförderung in Österreich. Dazu wurde eine postalische Befragung der 500 größten privatwirtschaftlichen sowie der 103 größten öffentlichen Unternehmen in Österreich durchgeführt. Verhaltens- und Teammaßnahmen im Rahmen von Gesundheitsförderung sind in hohem Maße (in >70% der befragten Organisationen) vorhanden. Allerdings sind die systematische Evaluierung von BGF-Maßnahmen und die Mitarbeiterpartizipation eher schwach ausgeprägt. Wie in jedem Organisationsentwicklungsprojekt ist es besonders bei einem sensiblen Thema wie Gesundheit und Gesundheitsförderung wichtig, die Mitarbeiter zu integrieren und die Projektzyklen einzuhalten.
Ausgewählte methodische Probleme evidenzbasierter PräventionPrävention und Gesundheitsförderung - Tập 1 - Trang 240-247 - 2006
I. Pigeot, W. Ahrens, R. Foraita, I. Jahn, H. Pohlabeln
Fragen der praktischen Umsetzung evidenzbasierter Prävention beschäftigten Praxis und Wissenschaft gleichermaßen. Der Artikel bezieht sich auf Aspekte der Struktur, Prozess- und Ergebnisevaluation und fokussiert auf die Identifizierung von Zielgruppen und Settings sowie grundlegende statistische Methoden, die an konkreten Beispielen erläutert werden. Es wird ein stufenweises Vorgehen mittels graphischer Modelle und CHAID-Entscheidungsbäumen vorgestellt. Der Abschnitt erläutert grundlegende methodische Überlegungen zur Berechnung eines adäquaten Stichprobenumfangs sowie geeignete statistische Methoden zur Evaluation. Anhand des Projekts IDEFICS wird der Bogen von der Ätiologie einer Erkrankung über die Entwicklung eines Programms zur Primärprävention, dessen Umsetzung und Evaluation gespannt. Im Abschnitt Schlussfolgerungen und Fazit werden die vorgestellten methodischen Überlegungen im Hinblick auf deren praktische Bedeutung bewertet.
Die Gewichtung des ÜbergewichtsPrävention und Gesundheitsförderung - - Trang 1-8 - 2023
Mara Mohr, Johannes Schillings, Luis Möckel
Die Ansprüche der Menschen an ihren Körper sowie Ernährung und Einstellung gegenüber Über‑, Unter- und Normalgewicht haben sich innerhalb der letzten Jahrzehnte stark verändert und der durchschnittliche Body Mass Index in der deutschen Bevölkerung stieg innerhalb der Jahre 1999 bis 2017 deutlich an. Es soll ermittelt werden, welche Faktoren des Bewegungsverhaltens, Bewusstseins über den eigenen körperlichen Zustand und der inneren Überzeugungen zwischen übergewichtigen und normalgewichtigen Personen sich unterscheiden. Daraus sollen Schlüsse gezogen werden, ob dies Einflussfaktoren auf die Entstehung von Übergewicht sind. Über eine Befragung von in Deutschland lebenden Volljährigen wurden Gewicht, Körpergröße, Bewegungsumfang und Einstellungen erfasst. Unterschiede wurden durch einen Mann-Whitney-U-Test oder „Fisherʼs exact test“ geprüft und Zusammenhänge mittels Spearmanʼs Rho errechnet. Ergebnisse galten als signifikant bei einem p-Wert ≤ 0,05 und hochsignifikant bei einem p-Wert ≤ 0,001. Es konnten 316 Datensätze ausgewertet werden. Ein Unterschied hinsichtlich des Wunsches nach Gewichtsabnahme (p < 0,001), Kontrollüberzeugung über das Gewicht (p = 0,014) und Einschätzung des Gesundheitszustands (p < 0,001) besteht. Auch besteht ein hochsignifikanter Zusammenhang zwischen dem Ausmaß an körperlicher Aktivität und Sport (rs = 0,385, p < 0,001). Kein signifikanter Unterschied besteht zwischen dem Ausmaß an körperlicher Aktivität und Übergewicht (p = 0,125) sowie dem Ausmaß an Sport und Übergewicht (p = 0,095). Die Wahrnehmung von Übergewicht und Adipositas als Gesundheitsrisiko scheint zu existieren, da der Wunsch nach Gewichtsreduktion vorhanden ist und der Gesundheitszustand signifikant schlechter eingeschätzt wird. Das Bewegungsverhalten hat nur geringen Einfluss auf das Übergewicht. Es muss erforscht werden, wie übergewichtige Menschen unterstützt werden können und die Entstehung von Übergewicht vor dem Hintergrund des hohen Einflusses genetischer Faktoren vermieden werden kann.
Detektierung einer Herz-Kreislauf-Risikogefährdung bei akademischem Personal mit FührungsaufgabenPrävention und Gesundheitsförderung - Tập 5 - Trang 223-230 - 2010
I. Böckelmann, E. Pfister, B. Thielmann
Im Zuge des gegenwärtigen Wandels der Arbeitswelt wird dem Faktor Stressbewältigung eine zunehmende Bedeutung bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (HKE) zugeschrieben. Ziel der Arbeit war es, mit einem arbeitspsychologischen Screening und einer EKG-Analyse Zusammenhängen nachzugehen, die möglicherweise bei der Entstehung einer HKE von Bedeutung sein könnten und die für betriebsärztliche Präventionsmaßnahmen nutzbar wären. Die Untersuchung erfolgte an 163 Universitätsangehörigen mit Führungsaufgaben. Das Studiendesign beinhaltete neben dem arbeitspsychologischen Screening auch eine Statusuntersuchung sowie eine 24-h-EKG-Aufzeichnung. Bei wesentlichen Arbeits- und Lebensstilfaktoren unterschieden sich die Gruppen hinsichtlich verschiedener arbeitsbezogener Verhaltens- und Erlebensmuster deutlich. Die klassischen klinischen Risikofaktoren für eine HKE können durch psychologische oder physiologische Verfahren ergänzt werden.