Qualitätsvergleich von modifizierter Neurolept-, balancierter und intravenöser Anästhesie Teil 2. Ergebnisse der Krefelder Studie 1992*

Der Anaesthesist - Tập 44 Số 10 - Trang 687-694 - 1995
Harke, H.1, Schmidt, K.1, Gretenkort, P.1, Hommerich, P.1, Deutschmann, S.1, Eckes, C.1, Hense, W.1, Kleemann, A.1, Rehorn, W.1, Stöcker, H.1, Leffers, B.1, Blazejak, J.1, Felix, S.1, Fischer, A.1, Fuhrmeister, O.1, Gerecht, A.1, Hackstein, N.1, Knops, H.-J.1, Kostecka, D.1, Ladleif, H.-U.1, Nicolas, S.1, Olligs, S.1, Rethage, B.1, Schrama, B.1, Seifert, H.1, Staita, K.1, Thater, A.1, Urbanek, C.1, Widdra, S.1, v. d. Wielen, R.1
1Institut für Anaesthesie der Städtischen Krankenanstalten Krefeld, , XX

Tóm tắt

Bei 1318 Patienten wurden Narkosesicherheit, Verträglichkeit und Vigilanz nach Neurolept – (NLA), balancierter – (BAL) – und intravenöser Propofolanästhesie (IVA) anhand von DGAI-ZEKListe und -Fragebogen sowie spezieller Vigilanztests analysiert. Prämedikation und Narkoseführung waren standardisiert. Als Ausdruck unterschiedlicher Narkosesicherheit wurden nach NLA bei 45%, nach BAL und IVA bei 35% bzw. 36% der Patienten therapiebedürftige Ereignisse registriert (p=0,004). Im einzelnen zeigten NLA-Patienten gehäuft Tachykardien, Arrhythmien und Hypertonien (p=0,05), während bei IVA Hypotensionen vermehrt beobachtet wurden (p<0,001). Schwere kardiohämodynamische Ereignisse waren bei lediglich 6,6% aller Patienten zu verzeichnen, wobei 5% der IVA-Patienten im Vergleich zu 6,3% bzw. 8,3% nach BAL und NLA intensivtherapiepflichtige Interventionen am seltensten nötig hatten. Hinsichtlich ihrer Ansprechbarkeit, Konzentrations- und Sprachfähigkeit wurden IVA- und NLA-Patienten ungleich besser bewertet als die verzögert erwachenden BAL-Patienten (p<0,05). Da zudem Übelkeit und Erbrechen nach IVA signifikant geringer ausgeprägt waren (p<0,05), wurde diese Narkose aus Patientensicht hoch favorisiert (p<0,01). Insgesamt ging daher die IVA aufgrund der geringen Zahl gravierender kardiohämodynamischer Komplikationen (ZEK), einer kurzen Aufwachphase und fehlender Nebenwirkungen als das beste Verfahren aus diesem Vergleich hervor.