Häufigkeit und prognostische Bedeutung von epitheloidzelligen Reaktionen und Mikrokarzinosen in den regionären Lymphknoten beim Magenkarzinom

Springer Science and Business Media LLC - Tập 18 - Trang 124-130 - 1997
R. Kestlmeier1, Raymonde Busch2, C. Fellbaum1, K. Boettcher3, Ulrike Reich4, J. R. Siewert3, H. Höfler1
1Institut für Allgemeine Pathologie und Pathologische Anatomie der Technischen Universität München, , XX
2Institut für Medizinische Statistik und Epidemiologie der Technischen Universität München, , XX
3Chirurgische Klinik und Poliklinik der Technischen Universität München, , XX
4Institut für Pathologie der GSF München-Neuherberg, , XX

Tóm tắt

An 113 Patienten mit Adenokarzinom des Magens (pT1–3, pN0–1, pM0, R0) wurden die Häufigkeit und prognostische Bedeutung von Epitheloidzellreaktionen und der Mikrokarzinose in regionären Lymphknoten untersucht. Die statistische Analyse erfolgte multivariat nach dem Cox-Regressionsmodell in Abhängigkeit vom Tumorstadium, Differenzierungsgrad und der Laurén-Klassifikation. Epitheloidzellreaktionen wurden in 34 % der Fälle beobachtet (n = 113) und waren hinsichtlich prognostischen Verlauf, Tumortyp, Differenzierungsgrad oder Tumorstadium ohne Einfluß; ihr Auftreten erlaubte keinen Rückschluß auf das Bestehen einer Mikrokarzinose oder Metastase. Bei 90 % der pN0-Fälle wurde immunhistochemisch eine Mikrokarzinose (definiert als Tumoreinzelzellen oder -zellgruppen in Sinus oder Pulpa der Lymphknoten ohne umgebende Stromareaktion) nachgewiesen. Waren mehr als 10 % aller untersuchten Lymphknoten eines Falles mit ≥ 3 Tumoreinzelzellen pro Lymphknotenschnitt befallen, so kam es zu einer signifikanten Prognoseverschlechterung. Bei der Mikrokarzinose ist demnach die Anzahl sowohl der Tumorzellen wie auch der befallenen Lymphknoten von prognostischer Bedeutung. Bei 97 % der pN1-Fälle fand sich zusätzlich zu den Metastasen eine Mikrokarzinose. Hierbei zeigte sich jedoch kein zusätzlicher prognostischer Einfluß der Mikrokarzinose.