Zur Epidemiologie gewollter und ungewollter Kinderlosigkeit in Ost- und Westdeutschland

Reproduktionsmedizin - Tập 17 - Trang 157-162 - 2001
E. Brähler1, Y. Stöbel-Richter1, J. Huinink2, H. J. Glander3
1Abt. für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie der Universität Leipzig,
2Institut für Soziologie der Universität Rostock,
3Abt. Andrologie der Klinik und Poliklinik für Hautkrankheiten der Universität Leipzig,

Tóm tắt

Die Zahl ungewollt kinderloser Paare in Deutschland ist in der Vergangenheit mit 15–20 % deutlich überschätzt worden. Der Prozentsatz dieser Paare liegt in Westdeutschland deutlich unter 10 %, in Ostdeutschland unter 5 %. Im Gegensatz dazu steigt die Zahl der gewollt kinderlosen Paare. Temporäre Kinderlosigkeit ist heute ein relativ häufig anzutreffendes Phänomen; ca. 30 % aller späteren Mütter sind mindestens einmal davon betroffen (mindestens 1 Jahr). Dabei korrespondiert der höhere Bildungsgrad der Frauen mit einem höheren Ausmaß an Kinderlosigkeit. Diese Kinderlosigkeit ist maßgeblich durch den Aufschub der Realisierung des Kinderwunsches bedingt. Frauen, die vor dem 25. Lebensjahr heirateten, blieben nach Schätzungen nur zu 5 % kinderlos, während Frauen, welche nach den 35. Lebensjahr eine Ehe schlossen, zu einem Drittel kinderlos blieben.