Multimodale interdisziplinäre Therapie als Voraussetzung für Verbesserungen von Funktion und Langzeitüberleben bei Patienten mit einem hochmalignen Osteosarkom der Extremitäten

Springer Science and Business Media LLC - Tập 73 - Trang 809-817 - 2014
P. Böhm1, O. Raecke2
1Orthopädische Klinik, Eberhard-Karls-Universität Tübingen, Germany
2Klinik für Kinder und Jugendliche, Städtische Kliniken Esslingen, Germany

Tóm tắt

Einleitung. Durch die Etablierung einer (neo)adjuvanten Chemotherapie in der Behandlung des hochmalignen Osteosarkoms konnte die Überlebenswahrscheinlichkeit für Patienten erheblich verbessert werden. Eine weitere Steigerung der Überlebenszeiten wurde durch die Einführung einer operativen Metastasektomie angestrebt. Gleichzeitig konnte in den letzten Jahren der Anteil extremitätenerhaltender Operationen deutlich erhöht werden. Patienten und Methoden. 23 konsekutive Patienten mit einem nichtmetastasierten hochmalignen Osteosarkom der Extremitäten wurden einer (neo)adjuvanten Chemotherapie nach dem jeweils aktuellen COSS-Protokoll zugeführt. Die Tumoren wurden mit weiter (22 Patienten) bzw. radikaler Resektionsgrenze (1 Patient) reseziert. Es wurden 17 extremitätenerhaltende Resektionen, 5 Amputationen und 1 Rotationsplastik durchgeführt. Bei 4 von 7 Patienten, die im weiteren Verlauf Lungenmetastasen entwickelten, konnten die Metastasen ohne erneute Chemotherapie aufgrund der limitierten Anzahl (bis zu 4) reseziert werden. Ergebnisse. Das kumulative Überleben lag nach 174 Monaten für alle Patienten bei 87%. Die 4 Patienten mit Metastasenresektion überlebten die Metastasektomie 42 bis 116 Monate tumorfrei. Ein Lokalrezidiv trat außerhalb des Operationsgebiets auf und war nach Resektion ohne Einfluss auf das onkologische und funktionelle Gesamtergebnis. Nach Extremitätenerhaltung wurde ein Funktionsscore entsprechend der Musculoskeletal Tumor Society (MSTS) von durchschnittlich 83% und nach Rotationsplastik von 67% erreicht. Schlussfolgerungen. Durch eine effektive interdisziplinäre Zusammenarbeit von diagnostischen Radiologen, Onkologen und orthopädischen Chirurgen kann bei Patienten mit einem Osteosarkom der Extremitäten bei geringem Lokalrezidivrisiko in einem hohen Prozentsatz durch resezierende Verfahren die Extremität erhalten werden. Gleichzeitig hat sich die mittelfristige Überlebenswahrscheinlichkeit durch die multimodale Therapie von ca. 20% auf bis zu über 80% verbessert. Patienten mit einer begrenzten Anzahl von Lungenmetastasen haben durch eine Metastasektomie noch eine realistische Überlebenschance.