Kritische und befürwortende Betrachtungen zur Diskussion über den Stellenwert der Technik des Assisted Hatching
Tóm tắt
Das Ausschlüpfen der Blastozyste aus der Zona pellucida wurde für die menschliche Präimplantationsentwicklung erstmals in vitro beobachtet. Mit zunehmender Verbesserung der In-vitro-Kultur-Bedingungen seit Beginn der erfolgreich klinisch angewandten extrakorporalen Befruchtung wurde dieses Phänomen immer wieder beobachtet, wenn die Kulturdauer das übliche kurze Entwicklungsintervall von 3 Tagen deutlich überschritt. Am 5. oder spätestens am 6. Tag in vitro befreien sich menschliche Blastozysten meistens aus ihrer Präimplantationshülle, der Zona pellucida, indem sie ausschlüpfen. Dieser Vorgang wird als Hatching der Blastozyste bezeichnet. Es ist bis heute unklar, ob derselbe Vorgang auch vor der Implantation im Uterus abläuft. Unter “Assisted Hatching“ verstehen wir die mikrotechnische Applikation einer Öffnung in die Zona pellucida während der Furchungsteilungen des Embryos in vitro, in der Vorstellung, dass diese Eröffnung des präimplantatorischen Mantels der Blastozyste hilft, wenige Tage später in vivo schneller oder leichter dem Ziel der Implantation ins Endometrium näher zu kommen. Das Verfahren des “Assited Hatching“ wird in 3 technischen Variationen dargestellt: partielle Zonadissektion mit einer Glasnadel, partielle Zonalysis mit Tyrode-Lösung und gezielte Zonaperforation mit dem Diodenlaser. Die klinischen Indikationen werden diskutiert und abgewogen. Wenngleich der effiziente Einsatz der Technik mittels Diodenlaser befürwortet werden kann, so ist eine abschließende Bewertung des Verfahrens noch nicht möglich. Die wirkungsvolle Lasertechnologie ermöglicht jedoch in unmittelbarer Zukunft sinnvolle prospektive klinische Studien.
