Mayser, Peter1, Huppertz, Miriam1, Papavassilis, Charis1, Gründer, Karl1
1Zentrum für Dermatologie und Andrologie (gf. Direktor: Prof. Dr. med. Dr. med. habil. W.-B. Schill) der Justus-Liebig-Universität, Gießen, XX
Tóm tắt
Das Genus Trichosporon wurde kürzlich auf der Basis molekularer Daten reklassifiziert. 6 humanpathogene Species konnten abgegrenzt werden, die eine enge Beziehung zu umschriebenen Krankheitsbildern aufweisen. Mit Hilfe von kommerziellen Testsystemen und einfachen Schlüsselkriterien nach dem Vorschlag von Gueho et al. [15] wurden 44 aus dem Zeitraum 7/92–1/96 zunächst als Tr. cutaneum identifizierte Isolate reklassifiziert. In die Auswertung der klinischen Daten wurden weitere 66 nicht mehr zugängliche Isolate sowie 27 Tr. inkin Stämme einbezogen. Trichosporon-Hefen finden sich in 4,8% aller Hefe-Isolate (3,8% Tr. cutaneum, 1% Tr. inkin). Nahezu jedes zweite Tr. cutaneum Isolat stammt dabei aus Nagelmaterial, während Tr. inkin vor allem von der Haut des Genitoanalbereichs isoliert werden kann. Die Reklassifikation erbrachte in 38 Fällen die Diagnose Tr. mucoides und je 3 mal Tr. ovoides bzw. Tr. asteroides, während Tr. asahii als besonders beachtenswerter Erreger von Systemmykosen nicht gefunden wurde. Klinisch zeigt sich eine Häufung von Tr. mucoides bei Zehnagelmykosen, was in der Onychomykosetherapie berücksichtigt werden könnte. Therapeutische Überlegungen bei Hautisolaten sollten zudem die steigende Inzidenz systemischer Trichosporon-Mykosen einbeziehen.