Chronologie des EHEC O104:H4 Ausbruchsgeschehens bis zur Gründung der länderübergreifenden Task Force EHEC aus Sicht der Lebensmittelüberwachung in Schleswig-Holstein am Beispiel des Kreises Schleswig-Flensburg

Springer Science and Business Media LLC - Tập 6 - Trang 497-501 - 2011
Christoph-Michael Hänel1, Corinna Jüptner2, Karen Lorenz2, Peter Seulen2, Klaus-Dietrich Sturm2, Holger-Jürgen Börner2
1Kreis Schleswig-Flensburg, Schleswig, Deutschland
2Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein, Kiel, Deutschland

Tóm tắt

Im Folgenden wird über die Chronologie der Ereignisse im Rahmen des EHEC O104:H4 Ausbruchsgeschehen aus Sicht der Lebensmittelüberwachung in Schleswig-Holstein bis zur Gründung der nationalen Task Force EHEC berichtet. Am Beispiel des Kreises Schleswig-Flensburg wird die Zusammenarbeit und der Informationsaustausch zwischen Gesundheitsbehörde und Lebensmittelüberwachung dargestellt. Die erste Information über einen Anstieg an Erkrankungen mit blutigem Durchfall und HUS-Symptomatik in den Kreisen anliegend an und aus Hamburg erhielt das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein am 19. Mai 2011. Der Fachdienst Veterinärmedizin und Verbraucherschutz des Kreises Schleswig-Flensburg wurde ebenfalls am 19. Mai 2011 über eine solche Häufung im Kreis Schleswig-Flensburg in Kenntnis gesetzt. Daraufhin wurden auf Landes- und Kreisebene Maßnahmen eingeleitet, um zusammen mit den Gesundheitsbehörden diesen lebensmittelassoziierten Ausbruch aufzuklären. Am 01. Juni 2011 fand erstmalig in Schleswig-Holstein eine Telefonkonferenz zwischen den betroffenen Ministerien und allen Lebensmittelüberwachungs- und Gesundheitsbehörden der Kreise und kreisfreien Städte statt, um das weitere Vorgehen gemeinsam zu koordinieren. Am 03. Juni 2011 wurde in Berlin am Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die nationale Task Force EHEC gegründet. Zwei Wochen nachdem die Gesundheitsbehörden von gehäuften und länderübergreifenden Erkrankungsfällen Kenntnis hatten, geht damit die Koordinierung der Aufklärung von den Gesundheitsbehörden auf das BVL über. Am 07. Juni 2011 wurde durch das MLUR ein Mitarbeiter des Kreises Schleswig-Flensburg als Vertreter für Schleswig-Holstein in die Task-Force EHEC nach Berlin entsandt. Als Ergebnis ist aus diesem Erkrankungsgeschehen auch die Lehre zu ziehen, dass vermehrt pflanzliche Lebensmittel zu den „gefährlichen Lebensmitteln“ gehören. Diese müssen in Zukunft viel stärker in den Fokus genommen werden.