Christoph Scheiner und die Optik des Auges
Tóm tắt
Der Physiker und Astronom Christoph Scheiner wurde am 25. Juli 1573 in Markt Wald, Österreichisch-Schwaben, heute Bayern, geboren. Er trat 1595 in den Jesuitenorden ein, wurde 1610 Professor für Mathematik (Astronomie) und Hebräisch in Ingolstadt. Im März 1610 beobachtete er als einer der ersten mit dem erst entdeckten Fernrohr die Sonnenflecken, seine Beobachtungen teilte er unter dem Pseudonym Apelles mit. Ende 1617 berief ihn Erzherzog Maximilian III. der Deutschmeister nach Innsbruck. In Innsbruck schrieb Scheiner 1619 sein Buch über die Optik des Auges „Oculus hoc est: Fundamentum opticum“. 1620 kam er als Professor für Mathematik nach Freiburg/Br., 1621 nach Neisse in Schlesien, 1624 nach Rom, dort fand er das Werk Galileis „II Saggiatore“ vor, in dem er des Plagiates beschuldigt wurde. In Rom schrieb Scheiner sein Hauptwerk „Rosa Ursina sive Sol“ und ein Buch über den Pantographen. Scheiner blieb ein Verteidiger des geozentrischen Weltbildes. Weitere Werke Scheiners befassen sich mit dem Bau von Sonnenuhren und der ovalen Form der Sonne beim Untergang. Scheiner verließ Rom nach dem Galilei-Prozess Ende 1633 und kehrte 1636 über Wien nach Neisse zurück, er schrieb ein weiteres Buch „Prodromus“, indem er weiterhin das geozentrische Weltsystem verteidigte. Scheiner verstarb am 18. Juli 1650 an einem Schlaganfall in Neisse (Nysa, Polen), wo er begraben ist. Scheiner beschreibt zahlreiche Beobachtungen und Experimente zur physiologischen Optik des Auges in seinen Werken „Oculus“ und „Rosa Ursina sive Sol“: Bestimmung des Krümmungsradius der Hornhaut, Entdeckung des nasalen Abganges des Sehnerven, Zunahme der Linsenkrümmung bei der Akkommodation, Anatomie des Auges, Lichtreaktion der Pupille, Pupillenverengung bei der Akkommodation, Strahlenkreuzung, Scheiner-Versuch (Doppelbilder bei Ametropien), stenopäischer Effekt, Beschreibung der Katarakt und der operativen Behandlung, Brechungsindizes verschiedener Teile des Auges, Augenmodell, Gesichtswinkel, Augendrehpunkt, Nachweis der Strahlenkreuzung im Auge und des umgekehrten Netzhautbildes auf der Netzhaut, Vergleich der Optik des Auges und des Fernrohres. Christoph Scheiner was born on July 25, 1573 in Markt Wald, Austrian-Swabia, today Bavaria. In 1595 he joined the Jesuit Order and in 1610 became a professor of Mathematics (Astronomy) and Hebraic in Ingolstadt. In March 1611 he observed sunspots and communicated his observations in letters written under the pseudonym Apelles. In 1617 Archduke Maximilian III summoned him to Innsbruck, where he wrote his book “Oculus hoc est: Fundamentum opticum”. In 1620 he went to Freiburg im Breisgau as a professor of Mathematics, 1621 to Neisse, Silesia, 1624 to Rome where he found Galileis work “II saggiatore”, in which he was accused of plagiarism with regard to the discovery of the sunspots. In Rome he wrote his main work “Rosa Ursina sive Sol” and “Pantographice”. Scheiner was a defender of the geocentric system. Scheiner also wrote about the sundial und the elliptical form of the sun near the horizon. In 1636, after a short spell in Vienna, Schemer returned to Neisse, where he continued to defend the geocentric system. He died on July 18,1650, he is buried in Neisse (Nysa, Poland). Some of Scheiner’s discoveries and experiments are taken from the books “Oculus”, (Innsbruck, 1619) and “Rosa Ursina sive Sol” (Rome, 1626–1630): determination of the radius of curvature of the cornea, discovery of the nasal exit of the visual nerve, increase in the curvature of the lens in case of accommodation, anatomy of the eye, light reaction of the pupil, contraction of the pupil during accommodation, intersection of rays, Scheiner’s test (double images caused by ametropia), stenopeic effect, description of the cataract and its treatment, refractive indices of various parts of the eye, eye model, visual angle, pivot of the eye, proof of crossing rays on the retina, comparison of the optics of the eye and the telescope.
Tài liệu tham khảo
Braunmühl A von (1891) Christoph Scheiner als Mathematiker, Physiker und Astronom (Bayerische Bibliothek 24), Bamberg
Rösch H (1959) Christoph Scheiner. Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben: 183–211
Haub R (2000) Christoph Scheiner SJ — Vita. Sonne entdecken. Christoph Scheiner 1575–650: 16
Goercke E (1992) Christoph Scheiners Versuche mit der „camera obscura“. Die Jesuiten in Ingolstadt 1549–1773, Ingolstadt: 144–146
Rohr M (1919) Ausgewählte Stücke aus Christoph Scheiners Augenbuch, Zeitschrift für ophthalmologische Optik 7: 35–44, 53–64, 76–91, 101–113, 121–133
Daxecker F (2004) The Physicist and Astronomer Christoph Scheiner: Biography, Letters, Works. Veröffentlichungen der Universität Innsbruck 246, Innsbruck: 131
