Risiko kolorektaler Karzinome bei 1,3-Butadien-Exposition
Tóm tắt
Zwischen 1991 und 2003 fielen bei ehemals gegenüber 1,3-Butadien exponierten Industriearbeitern einige Fälle kolorektaler Karzinome auf. Ein entsprechendes Risikopotenzial wurde auch in der relevanten Fachliteratur diskutiert. Folglich wurden eine retrospektive und eine prospektive Kohortenstudie zur weiteren Untersuchung veranlasst. Das Risiko kolorektaler Karzinome wurde in einer Kohorte mit gesichertem Expositionsstatus gegenüber 1,3-Butadien im Vergleich zur Normalbevölkerung untersucht. Die Inzidenz kolorektaler Karzinome wurde in einer Kohorte von 700 Industriearbeitern über einen Zeitraum von 24 Jahren mit umgerechnet 10.570 Personenjahren untersucht. Ein Vergleich mit einer entsprechenden Normalbevölkerung erfolgte standardisiert nach Alter, Geschlecht und Kalenderjahr für die gesamte Kohorte und für Subgruppen exponierter und nicht exponierter Arbeiter. Die initiale Beobachtung in den Jahren 1991 bis 2003 wurde in einem zweiten Untersuchungszeitraum zwischen 2004 und 2015 validiert. Das standardisierte Risikoverhältnis der Kohorte zur Normalbevölkerung betrug 1,89 (p = 0,009) insgesamt und 1,86 (p = 0,073) in der Validierung. Bei exponierten Arbeitern sind die entsprechenden Risikoverhältnisse 1,23 (p = 0,684) und 0,63 (p = 0,641), bei nichtexponierten Arbeitern 2,31 (p = 0,003) und 2,59 (p = 0,009). Die Studienergebnisse weisen auf eine Risikoerhöhung in der untersuchten Kohorte hin. Ein eindeutiger Schluss ist aufgrund fehlender statistischer Signifikanz in der Validierung jedoch nicht möglich. Insbesondere in der Subgruppe exponierter Arbeiter gab es in der Validierung keinen Hinweis auf eine Risikoerhöhung.
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