Die Verpflanzung der Sehne des Musculus tibialis anterior beim Lähmungsklumpfuß
Tóm tắt
Neutralisierung des pathologisch überwertigen, supinierenden Muskelzuges des Musculus tibialis anterior zur Verbesserung des Gangablaufes in Stand- und Schwungphase. Dynamische, passiv korrigierbare Klumpfußdeformität durch Überaktivität des Musculus tibialis anterior bei spastischer oder schlaffer Parese (ICP, Apoplex, SHT, Polio, MMC). Die Deformität ist überwiegend oder ausschließlich in der Schwungphase des Gangablaufes wirksam. Voraussetzung: kräftiges Anspannen des Musculus tibialis anterior mit einem Kraftwert von mindestens 4 (MRC-Skala) bei freier Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk. Eine fixierte Klumpfußdeformität sowie eine Fehlstellung, die überwiegend oder ausschließlich in der Standphase vorliegt, werden vornehmlich durch den Musculus tibialis posterior verursacht und müssen mit anderen Methoden korrigiert werden (zum Beispiel hälftige Tibialis-posterior-Verpflanzung oder Verlängerung). Komplette Verpflanzung: Ablösen der Musculus-tibialis-anterior-Sehne und Versetzung auf die Fußrückenmitte in Verlängerung des zweiten Interdigitalraumes bei neutraler Fußstellung. Hälftige Verpflanzung: Ansatznahes Ablösen der Hälfte der Musculus-tibialis-anterior-Sehne und Versetzung am Fußaußenrand auf den Musculus peroneus brevis oder das Os cuboideum. Ein gleichzeitiger Spitzfuß oder struktureller Klumpfuß muß in gleicher Sitzung durch geeignete Operationen korrigiert werden. Von 96 Tibialis-anterior-Verpflanzungen an 83 Patienten konnten 79 an 67 Patienten nachuntersucht werden. In 72 Fällen konnte ein gutes bis befriedigendes Ergebnis erzielt werden, an sieben ein schlechtes (Rezidiv, Überkorrektur oder nochmalige Operation). Durchschnittliche Nachuntersuchungszeit von 3,8 Jahren (ein bis acht Jahre). Ergebnisse unabhängig von durchgeführter Technik: komplete oder hälftige Verpflanzung unterschieden sich nicht. Nicht selten wurden bei strukturellen Veränderungen zusätzliche Operationen in gleicher Sitzung erforderlich.
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